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05Jun

Grüne mit eigenem Landratskandidaten / Integrierte Gesamtschulen besser als Oberschulen

Grüne mit eigenem Landratskandidaten
Integrierte Gesamtschulen besser als Oberschulen

Viele Menschen im Landkreis Verden wünschen sich, dass die Grünen eine stärkere Rolle in der Politik übernehmen. Das gilt auch für den Kreistag. Besonders von den Bürgerinitiativen z. B. aus Langwedel, wo sich eine Initiative seit Jahren erfolgreich gegen die Genehmigung eines Megahähnchenmaststalles wehrt, kam der Wunsch, dass die Grünen einen Kandidaten für die Landratswahl im September aufstellen.

Mit Martin Deter aus  Verden haben wir einen geeigneten Mann für den Posten des Landrats gefunden. Seine Kandidatur entspricht der Rolle, die wir als  grüne Fraktion im Verdener Kreistag haben. Der jetzige Landrat wird nämlich von einer großen Koalition aus CDU und SPD getragen. Die Grünen sind die einzig wahrnehmbare Opposition im Kreistag. Wir bringen durch unsere Anträge beispielsweise für den forcierten Ausbau erneuerbarer Energien die anderen Parteien teilweise in unserem Sinn zum Handeln.
Zudem zeichnet sich eine Demokratie dadurch aus, dass sich nicht nur ein Kandidat zur Wahl stellt. Die Bürgerinnen und Bürger können demnächst eine Entscheidung darüber treffen, ob sie mit der Amtsführung von Peter Bohlmann zufrieden sind oder nicht. Die grüne Partei bietet mit Martin Deter eine bürgernahe Alternative an.

Die sich jetzt anbahnenden Änderungen in der Schulstruktur im Landkreis Verden möchte ich nicht unkommentiert lassen. Die Umwandlung der jetzigen Haupt- und Realschulen in Dörverden, Kirchlinteln, Langwedel, Ottersberg und Thedinghausen in Oberschulen entsprechen nicht meinen Vorstellungen. Ein möglichst langes gemeinsames Lernen, wo die schwächeren Schülerinnen und Schüler von den Leistungsstarken lernen, findet in dieser neuen Schulform nur in Ansätzen statt.

Die Integrierte Gesamtschule z. B. in Osterholz-Scharmbeck ist eine Schule für alle Kinder. Das Ziel dieser Schule ist es, alle Schülerinnen und Schüler individuell zu fordern und zu fördern, um sie zu einem höchstmöglichen Schulabschluss zu bringen. An der IGS gibt es keine Unterscheidung nach Schulformen und auch kein Sitzenbleiben. Untersuchungen an Gesamtschulen in Niedersachsen haben ergeben, dass die Schülerinnen und Schüler die Gesamtschule mit einem besseren Abschluss verlassen. Die von den Grundschulen empfohlenen Schullaufbahnempfehlungen wurden durch den Besuch der Gesamtschulen wesentlich verbessert. Die Schulabbrecherquote liegt an dieser Schulform wesentlich niedriger als am dreigliedrigen Schulsystem.

Die geplante IGS in Oyten wird die Schullandschaft im Kreis Verden bereichern.  Die Eltern in den Gemeinden Ottersberg und Oyten sowie in der Stadt Achim werden ab 2012 die Möglichkeit haben, ihre Kinder an der IGS in Oyten anzumelden. Dafür wird der Kreistag auf seiner Sitzung im Juli grünes Licht geben. Die Genehmigung durch die Landesschulbehörde dürfte kein Problem sein, weil die Elternbefragungen eine große Nachfrage nach dieser Schulform ergeben haben. Die geplante IGS Oyten kommt, weil sich vor Ort viele Eltern und alle Mitglieder des Oytener Gemeinderates für die Umwandlung des Schulzentrums in eine IGS ausgesprochen haben. Diese Entwicklung haben wir aktiv im Kreistag und vor Ort von Anfang an unterstützt.

Von Erich von Hofe

01Jun

Grüne Ottersberg/Fischerhude rufen zur Teilnahme an der Anti-Atom-Demo in Ottersberg auf

Am Montag, dem 6. Juni 2011 findet in Otterberg um 18:00 eine Demonstation unter dem Motto ‘Erneuerbare Energien’ statt. Der Veranstalter ist das Aktionsbündnis Ottersberg.

Die Veranstaltung beginnt mit einer kurzen Gedenkminute an die gefährdete Umwelt und die Menschen in und um Fukushima. Anschließend wird es einen Demonstrationszug durch Ottersberg geben.

Bündnis 90 / Die Grünen Ottersberg-Fischerhude rufen vor dem Hintergrund der aktuellen Beschlüsse der Bundesregierung zum Atomausstieg zur Teilnahme an der Demonstration auf. Die Absichtserklärung der Bundesregierung zum Atomausstieg ist nicht befriedigend. Dies sind die Kritikpunkte:

Investitionen in erneuerbare Energien

Es stellt sich die Frage, ob bis 2021/22 in ausreichendem Maße in alternative Kraftwerke investiert wird, wenn der Strom daraus nicht eingespeist werden kann, weil die Leitungen noch immer mit Atomstrom verstopft sind.

Kohlekraftwerke

Als im Herbst 2010 die Laufzeitverlängerung beschlossen wurde, hatte die Regierung einen Ausbau der erneuerbaren Energien auf 35 Prozent bis zum Jahr 2020 anvisiert. An dieser Zahl hat sich jetzt, nach Rücknahme der Laufzeitverlängerung, nichts geändert. Das bedeutet: Gegenüber dem Szenario der Laufzeitverlängerung produzieren die AKWs weniger Strom, die Erneuerbaren sollen diese Lücke aber nicht ausgleichen. Woher soll der Strom also kommen? Es sieht ganz so aus, würde die Regierung hier auf Kohlekraftwerke setzen. Es muss wohl nicht betont werden, dass Kohlekraftwerke CO2-Schleudern sind. Aus Gründen des Klimaschutzes ist das ein absoluter No-Go! Keine neuen Kohlekraftwerke!

Zeitpunkt

Die Nutzung der Atomenergie wird von einer Mehrheit der Deutschen abgelehnt. Der „Stern“ hat in einer Umfrage ermittelt, dass 56 Prozent dafür sind, die Kraftwerke sofort oder spätestens in fünf Jahren abzuschalten. Greenpeace und Bündnis 90 / Die Grünen haben in detaillierten Studien nachgewiesen, dass ein Ausstieg aus der Atomenergie bis 2015 bzw. 2017 (ohne den Bau weiterer Kohlekraftwerke) machbar wäre. Die Ethikkommission hat gesagt, dass ein Ausstieg bis 2021 möglich ist, sie hat aber nicht gesagt, dass er nicht früher abgeschlossen sein kann. Der Ausstiegstermin 2021/22 ist willkürlich und zu spät.

Gesellschaftlicher Konsens

Angekündigt hatte die Regierung, dass ihre Entscheidungen zur Energiewende auf der Basis eines möglichst breiten gesellschaftlichen Konsens basieren sollte. Bislang wurden weder die Oppositionsparteien, noch die Länder, noch Greenpeace, BUND, Anti-AKW-Bewegung etc. konkret in den Entscheidungsprozesse oder zu Gesprächen eingeladen. Sie wurden lediglich darüber informiert, was Merkel, Rösler, Seehofer und Co. ausgeklüngelt haben. Und auch der Bundesrat soll im Gesetzgebungsprozess wieder einmal umgangen werden. Soviel zum Thema Demokratieverständnis. Von gesellschaftlichem Konsens keine Spur.

Standby

Einer der alten Meiler, die aufgrund des Moratoriums abgeschaltet sind, soll in einen Standby-Modus versetzt werden, um zur Not, wenn man denn mal dringend Energie braucht, dieser alte Schrottmeiler wieder aktiviert werden kann. Weder kostentechnisch, noch ökologisch, noch technisch gesehen macht das Sinn. AKWs können nicht mal eben aus-, und dann bei Bedarf ganz schnell wieder eingeschaltet werden.

Unnötige Gefährung

Ein Ausstieg in 2011/12 bedeutet, dass die Bevölkerung und die Umwelt ohne nachvollziehbaren Grund länger als erforderlich einer unnötigen Gefährdung ausgesetzt werden.

Planungssicherheit

Es gibt keine klaren und verbindliche Abschaltdaten für die einzelnen AKWs. Stattdessen droht wieder eine Trickserei mit der Übertragung von Restlaufzeiten. Die verfügbaren Informationen hierzu sind noch vage, aber im schlimmsten Fall könnte daraus folgen, dass AKWs länger als bis 2012 laufen werden.

Weitere Infos zur Demo findet ihr auf der Website des Aktionsbündnisses Ottersberg.

20Mai

Start mit neuer Schubkraft in den Kommunalwahlkampf in Ottersberg

Von den jüngsten Protesten am Ostermontag gegen die Atomenergie in Esensham berichtete Erika Janzon bei der Vorstellungsrunde bei einem Arbeitstreffen der Grünen im Ottersberger Rektorhaus.  Bundesweit hätten über 140.000 Menschen gegen die Atompolitik der schwarz-gelben Bundesregierung protestiert. “Esensham darf nicht wieder an das Stromnetz angeschlossen werden”, forderte sie. Als erstes müssten die sieben alten Atommeiler  und das AKW Krümmel vom Netz.

Ludwig Schwarz, Ruth Brockmann, Angela Hennings

Ludwig Schwarz, Ruth Brockmann, Angela Hennings

Die guten Wahlergebnisse von Bündnis90/Die Grünen z. B. in Baden Württemberg zeigten, dass die Bevölkerung großes Vertrauen in die grüne Energiepolitik habe. “Von Anfang an seien die Grünen die einzige Partei gewesen, die schon immer für den Ausstieg aus der Atomenergie gewesen ist”, berichtete Ruth Brockmann aus Fischerhude.  Sie wurde für ihre dreißigjährige Mitgliedschaft vom Vorstand geehrt.

Über 20 Kandidatinnen und Kandidaten werden die Grünen voraussichtlich für die anstehende Kommunalwahl am 11. September 2011 für die Ortsräte in Fischerhude, Posthausen und Otterstedt sowie für den Gemeinderat in Ottersberg aufstellen. Dies ergab eine Umfrage auf der jüngsten Sitzung des Ortsverbandes. “Mit dieser neuen Schubkraft können wir mehr an der Gestaltung der Politik vor Ort mitwirken”, stellte Ludwig Schwarz vom Vorstand fest.

Der vermehrte Maisanbau für Biogasanlagen wurde im Zusammenhang mit der Beratung des Wahlprogramms kritisiert. Durch die Einhaltung einer Fruchtfolge müsse dies verhindert werden. “In Riede läuft ein Versuch mit Wildkräutern statt Mais”, sagte der grüne Kreistagsabgeordnete Erich von Hofe aus Fischerhude. Ferner lobte er das zunehmende Engagement der Jägerinnen und Jäger für die Pflege und Erhaltung von Biotopen im Landkreis Verden.

“Strom ohne Atom muss das Motto des Elektrizitäts-Werk Ottersberg werden”, forderte Angela Hennings als Mitglied des Elektrizitäts-Werks Ausschusses. Der Flecken müsse im  Sinne einer 100% Region nur mit erneuerbaren Energien auskommen und zum Vorbild für andere Kommunen werden. Die Forderung des Vereins IKEO nach Einstellung eines Klimaschutzbeauftragten fand die uneingeschränkte Unterstützung  der Runde.

07Sep

Grüner „New Deal“ gegen die globale Krise

Der europäische Spitzenpolitiker der Partei Sven Giegold präsentierte im „Bergwerk“ die Rezepte der Partei

Bericht der Kreiszeitung / Verdener Allerzeitung:

Quelkhorn – Von Anne Schmidtke
Die Bundestagswahlen stehen kurz bevor und der Wahlkampf geht in die heiße Phase. Bündnis 90/Die Grünen hatte nach Quelkhorn in das Gasthaus „Bergwerk“ eingeladen, wo Bundestagskandidat Heiner Haase Bergfest im Bergwerk feierte, denn es war für ihn die elfte von 22 Wahlkampfveranstaltungen.
Der grüne Bundestagskandidat Heiner Haase (links) hatte bei seinem „Bergfest“ mit Sven Giegold einen prominenten Politiker als Gast. weiterlesen »

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