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Bildung
28Feb

Elternbefragung zur Angebotsschule IGS in Oyten

Countdown läuft bis zum 4. März / CDU verharrt in IGS feindlichen Positionen / Konsens geht anders!

Auf ihrer Kreismitgliederversammlung am 4.3.2011 berichteten die Kreistagsabgeordneten Erich von Hofe , Gesamtschullehrer an der integrierten Gesamtschule in Osterholz und Karin Labinsky-Meyer schulpolitische Sprecherin der Fraktion über die Elterninformationsveranstaltungen in Achim, Ottersberg und Oyten zur Einrichtung einer integrierten Gesamtschule in Oyten . Auf den Versammlungen wurde die große Verunsicherung der Eltern über den Wust von weiterführenden Schulen im Landkreis deutlich. Einerseits wollen zwar immer mehr Eltern die integrierte Gesamtschule IGS als alternative zum gegliederten Schulsystem, weil sie die Schullaufbahn bis zur 10. Klasse offenhält und weil sie alternative Wege zum Abitur enthält. Andererseits werden die Eltern durch die von der CDU Landesregierung geplante nunmehr achte Schulform: die Oberschule vollständig verwirrt. weiterlesen »

18Nov

Verdener Gespräch: Zukunftsfähigkeit der neuen Oberschule?

Ist das neue Modell der Oberschule die zukunftsweisende Antwort zur bisher heftig geführten Schulstrukturdebatte und geeignet verlässlich Ruhe in die niedersächsische Schullandschaft zu bringen?
Die Forderung des Landeselternrats nach einem tragfähigen Schulkonsens über die nächste Landtagswahl hinaus findet eine breite Unterstützung unterschiedlichster Bildungsakteure, des Städte- und Gemeindebundes sowie der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.
Der niedersächsische Kultusminister Dr. Bernd Althusmann setzt für die CDU/FDP-Landesregierung auf ein Zwei-Säulenmodell. Das Gymnasium mit dem Turbo-Abitur nach 12 Jahren bleibt unangetastet. Daneben soll es unter dem neuen Namen Oberschule eine Zusammenfassung von Haupt- und Realschule geben, ergänzt um einen gymnasialen Zweig. Kritiker halten dem entgegen, dass sich hinter der Benennung „Oberschule“ eine seit langem bestehende, quasi baukastenmäßig sich zusammensetzende Schulform, die Kooperative Gesamtschule, verbirgt. weiterlesen »

03Nov

Kreisgrüne trafen Bürgermeister zur Errichtung einer IGS Oyten

Oyten. Der Rat hat sich für eine integrierte Gesamtschule in Oyten ausgesprochen. Die grüne Kreistagsfraktion, Ratsgrüne und Vertreter der Gesamtschulinitiative berieten gemeinsam mit Bürgermeister Cordes über Orientierungspunkte einer Gründung. „Alle freuten sich darüber, dass in Zukunft auch Kinder unseres Landkreises Verden in einer Gesamtschule lernen können“, so Karin Labinsky-Meyer schulpolitische Sprecherin der Kreisgrünen. „Was Gesamtschulen angeht, bilde der Landkreis Verden einen der wenigen weißen Flecken auf der Landkarte. Im Landkreis Schaumburg hingegen sei die Integrierte Gesamtschule(IGS) schon fast flächendeckend eingeführt. Um so mehr sei der jüngste Einsatz der Oytener für eine solche Schule in ihrem Ort zu loben“, hob der frühere Schulamtsdirektor im Namen der Gesamtschulinitiative am Montagabend hervor. „Bevor es konkret wird und der Landkreis die IGS beantragt, muss eine Elternbefragung organisiert werden,“ erläuterte Manfred Cordes, „Es werde noch einige Zeit ins Land gehen. Auf einer ersten Infoveranstaltung sei das Elterninteresse jedoch beeindruckend gewesen,“ so Cordes.

Ratsfrau Christine Hempel wies darauf hin, dass vor der Elternbefragung dringend die Eltern über die Schulstruktur informiert werden müssen, denn in Niedersachsen gibt es einen Wust aus weiterführenden Schulen. Anstatt das Chaos zu entwirren, plant die Landesregierung nun eine achte Schulform einzuführen: Die Oberschule. „Die Verwirrung bei den Eltern ist groß.“ stimmte Cordes zu : „Hier werden Nebelkerzen gezündet.“ Kreispolitiker Erich von Hofe erläuterte, dass die Oberschule keine Alternative zur IGS darstelle, weil die Kinder wie gehabt ab Klasse fünf entsprechend der bisherigen Schularten aussortiert würden.“

Karin Labinsky-Meyer hielt der Landesregierung vor: “Konsens geht anders! CDU und vor allem die FDP verharrt in IGS – feindlichen Positionen. Die Mogelpackung Oberschule ist kein Zukunftsmodell. Denn immer mehr Eltern wollen für ihre Kinder eine Schullaufbahn, die alle Wege bis zur 10. Klasse offenhält. Der Druck in den Grundschulen steigt. Welche Empfehlung wird ihr Kind erhalten? Welche Chancen hat es für das spätere Leben? Mit welchen Kindern wird ihr Kind jeden Tag spielen? Ebenso macht der Druck am Gymnasium maches Kind krank. Deshalb wünschen Eltern den offenen Weg in einer IGS mit Entscheidung nach der 10.Klasse. Durch das gemeinsame Lernen erreichen viel mehr Kinder einen besseren Schulabschluss,“ so die Kreisgrüne.

10Mrz

Verdener Gespräch: Weiterentwicklung der Schulstruktur im LK Verden

Im Kreistag am 28.5.2010 soll ein Zielkontrakt zwischen dem Kreistag und dem Landrat beschlossen werden. Derzeit werden in den Fachausschüssen die einzelnen Ziele beraten. Das Ziel für die Schulen im Landkreis Verden ist es, eine wohnortnahe und vielseitige Beschulung in den Städten und Gemeinden sicherzustellen. Dieses Ziel wird von meiner Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen unterstützt.

Zur Zielerreichung wurde der Arbeitskreis Schulstruktur gebildet. Zwischen den Schulträgern der Gemeinden und dem Schulträger Landkreis Verden soll ein abgestimmtes Konzept erarbeitet werden, das eine gemeinsame Schulentwicklung ermöglicht. Ich finde, dieser Arbeitskreis tritt zunehmend auf der Stelle. Meines Erachtens nach werden falsche Prioritäten gesetzt. Erste Priorität sollte die Frage der pädagogischen Ausrichtung sein. Stattdessen rücken Standortfragen -besonders im Hinblick auf den demografischen Wandel – also der zurückgehenden Schülerzahlen- und die ständig neuen Verordnungen des Landesschulamtes zur Schulstruktur in den Vordergrund.

Trotz der Bekundungen selbst der FDP und der Unionspolitiker im Land, dass ein gutes Bildungssystem wichtiger ist als Steuersenkungen regiert der Rotstift Als Beispiel sei hier nur die Diskussion um die Ganztagsschule in Achim genannt. Oder die aktuellen Forderungen des Landesrechnungshofes 9200 Lehrerstellen in den nächsten Jahren abzubauen. Noch im Januar hatte die schwarz-gelbe Regierung erklärt, das Bildungsressort von der Sparrunde auszuklammern.

Der Landkreis Verden steht vor der bildungspolitischen Herausforderung die Abwanderung der Schülerinnen und Schüler in andere Landkreise oder nach Bremen -beispielsweise durch ein Gesamtschulangebot- zu stoppen und den Anteil der Risikoschüler zu verringern.

Zirka 20 Prozent der Schülerinnen und Schüler erreichen nicht das Bildungsminimum, das für eine erfolgreiche Ausbildung notwendig ist. Hier hat sich seit dem Pisa-Schock 2001 viel zu wenig getan. Ein gerechtes Bildungssystem muss den Anspruch haben, jedes Kind zu fördern und gesellschaftliche Blockaden durch das Aussortieren nicht noch zu verfestigen. Bündnis 90/Die Grünen wollen einen Konsens, um die Ideologisierung der Bildungsdebatte zu überwinden. Es geht nicht darum, entweder die Strukturen zu verändern oder die Qualität zu verbessern – beides muss zusammenkommen. Wir brauchen ein längeres gemeinsames Lernen ebenso wie mehr individuelle Förderung und bessere Unterrichtsmethoden. Nur so können wir die Eltern überzeugen. Sie sind der Schlüssel für einen Bildungskonsens, deshalb muss ein Ziel bei der Weiterentwicklung der Schulstruktur auch die Elternbefragung im Landkreis Verden sein. Außerdem sollten Schülervertretungen, Gewerkschaften, Arbeitgeber, Migrantenverbände beteiligt werden. Schulen müssen autonomer werden. Kollegien, die mutig sind neue Wege zu gehen. müssen unterstützt werden. Schulleitungen vor Ort wissen oft besser, was für ihre Schule gut ist, als die Kultusbürokratie.

Die Weiterentwicklung der Schulstruktur kann nur mit pädagogischen Reformen gelingen. Wir unterstützen daher das „Bündnis Schulen“ Kontakt: info@volksbegehren-schulen.de . Vielleicht helfen auch Sie mit, das Bündnis zu unterstützen. Denn nur so kann die Landespolitik den Reformwillen der Basis nicht immer ignorieren.

Karin Labinsky-Meyer,

Kreistagsfraktion, Bündnis 90/Die Grünen

13Nov

Bildungschancen und Bildungsgerechtigkeit

25. November 2009
20:00bis22:00

Auf dem Wege zu einem inklusiven Bildungssystem

Mit der Unterzeichnung der UN-Menschenrechtskonvention hat sich die Bundesrepublik Deutschland vertraglich verpflichtet, ein „inklusives Bildungssystem auf allen Ebenen“ sicherzustellen. Im Unterschied zum bisher praktizierten Integrationssystem geht die Inklusion davon aus, dass alle Menschen gleichberechtigt der Gemeinschaft angehören, in der sie leben.

Individualität und Vielfalt werden als Bereicherung respektiert und anerkannt. Nicht der Mensch mit Behinderung muss eine Anpassungsleistung erbringen, sondern das System muss sich an den Bedarfen der Betroffenen ausrichten, so dass Gründe zu Ausgrenzungen und Aussonderungen entfallen.

Zu der Veranstaltung

“Der Weg in die inklusive Bildung”

am 25.11.2009 um 20 Uhr im Hotel Höltje,

Obere Straße 13-15, 27283 Verden

sind Sie herzlich eingeladen.

Referent:

Professor Dr. Hans Wocken, Universität Hamburg

Was ist der Unterschied zwischen Integration und Inklusion?

Wie sieht der gemeinsame Unterricht in einer inklusiven Schule aus?

anschließend Diskussion

Im Vergleich der EU-Länder steht Deutschland mit seiner Integrationsquote weit hinten, innerhalb Deutschlands gehört Niedersachsen zu den Schlusslichtern.

Inklusive Bildung braucht Veränderungen:

  1. Eltern erhalten das Wahlrecht. Durch einen verbindlichen Rechtsanspruch auf gemeinsame Beschulung ohne festgeschriebene Vorbehalte entscheiden Eltern, welchen Bildungsweg sie für ihr Kind mit Behinderung aussuchen.

  2. Barrierefreie Schulen ermöglichen den gemeinsamen Besuch der Bildungseinrichtung.

  3. Sonderpädagogische Förderung und Unterstützung, Schulassistenz und Hilfsmittel werden Regelschulen zur Verfügung gestellt.

  4. Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte wird an die Zielsetzung von Inklusion angepasst.

Eine Veranstaltung des Behindertenbeirats Verden mit Unterstützung des Grünen Kreisverbands.

01Jul

Verdener Gespräch: “Bildungswüste Niedersachsen?“

Trotz massenhafter Proteste haben CDU und FDP die Änderungen des Schulgesetzes beschlossen!
Sie ist da die wohlverdiente Sommerpause für die Schülerinnen und Schüler, für die Familien, für die Abgeordneten. Doch die Freude bleibt getrübt, denn trotz massenhafter Demonstrationen hat CDU- FDP Landesregierung die Schulgesetzänderung beschlossen. Am 17. Juni demonstrierten laut Auskunft des Landesschülerrates 53 000 Schülerinnen, gegen den Leistungsdruck, für kleinere Klassen, für mehr Lehrer. Vor allem aber richtet sich der Protest, der von Eltern und Lehrern unterstützt wird, gegen das neue Schulgesetz, dass die Gesamtschulen zum Turbo Abitur zwingt.
Auch im Landkreis Verden demonstrierten über tausend Menschen gegen die Änderungen im Schulgesetz. Dennoch blieben all die Proteste ungehört, Die Opposition sprach von der Arroganz der Macht und ideologischer Verbohrtheit . Während der Ministerpräsident Wulff von „Bildungslandschaften Niedersachsen“ spricht, sprechen Elternräte von der „Bildungswüste Niedersachsen“. weiterlesen »

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